Donnerstag, 2. Mai 2013

Bangkok 02.05.2013

Ich habe ausgeschlafen und bin dann gegen 9.00Uhr vor zur Hauptstraße. Ich hatte mir von Ab und Sara erklären lassen, wie ich am besten zum MBK Shoppingcenter komme und nun musste auch das nur noch umsetzen. Zunächst musste ich ein Mototaxi oder ein sogenanntes Sawngthaew, einen Pickup mit zu beiden Seiten auf der Ladefläche montierten Bänken, finden. Ich hab mich einfach an die Straße gestellt und hatte Glück, dass sich direkt neben mich eine Frau mit Kind gestellt hat und ein Sawngthaew rangewunken hat. Ich hatte keine Ahnung wo ich für die Skytrainstation On Nut aussteigen musste, aber die Locals waren so nett und haben mir Bescheid gegeben. Für die Fahrt musste ich nur 7 Baht beim Fahrer bezahlen...echt billig. Das war aufregend...wieder ein neues Verkehrsmittel ausprobiert ;)



Für den Skytrain habe ich dann ein Ticket für 35 Bahn (1€=39 Baht) zur Chit Lom Station gekauft. Der Sky Train fährt auf einer Art Hochschiene, ist aber ansonsten nix anderes als jede S-Bahn in den Großstädten. Chit Lom ist ein ziemlich schicker Bezirk der Stadt mit riesigen teuren Hotels und zahlreiche unglaublich großen Shopping Malls.





Ich habe mir zunächst den Erawan Shrine angesehen, der als kleine Glaubensstätte inmitten dieser unglaubliche. großen, modernen Hochhäuser liegt. Es war ziemlich viel Betrieb dort. Jeder Gläubige hat zahlreiche Blumenketten, Kerzen, Räucherstäbchen und Goldblättchen rund um den Shrine verteilt. Außerdem gab es eine Tanzgruppe, vor der sich Gläubige niedergelassen haben und sich für die Erfüllung ihrer Wünsche bedankt haben. Es war sehr interessant dem Treiben dort zuzusehen.








 Von dort bin ich zur bekanntesten Shopping Mall, dem MBK-Center, gelaufen. Ich wollte Einiges besorgen und hatte mich schon darauf gefreut endlich ein bisschen Shoppen gehen zu können.


Die Mall bestand aus 6 Etagen und war eine gute Mischung aus modernen Läden und Ständen. Mein Ziel waren zu allererst die Stände mit den Klamotten und Rucksäcken. Von den Klamotten war ich eher enttäuscht, es gab hauptsächlich irgendwelche hässlichen T-Shirts, aber nix was mir gefallen hat. Bei den Taschen-Ständen bin ich dann fündig geworden...es gab DryBags in jeglicher Größe und Farbe...jetzt musste ich nur noch verhandeln. Ich habe an einigen Ständen gefragt und immer lag der Preis für ein 10l Bag bei 550 Baht. Mit Handeln bin ich bis auf 400 runtergekommen, aber das war mir immer noch etwas zu teuer, da das umgerechnet mehr als 10€ sind.
An einem Stand in einer anderen Ecke hatte ich dann Glück und irgendwie hab ich den Verkäufer auf 370Baht gedrückt :-)  Jetzt bin ich stolze Besitzerin eines, natürlich schwarzen ;), Drybags.
Dann ging es weiter in die Elektronikabteilung. Es gab echt ALLES fürs iPhone zu kaufen...vor allem Handyhüllen in jeglicher Ausführung. Ich bin dann an einen Stand und habe gefragt, wieviel ein neuer Screen Protector kostet. Als ich die Verkäuferin bei 80Bath hatte, hab ich mein Handy hingegeben und nach wenigen Sekunden war meine neue Displayfolie auf dem Handy...ohne Blasen, Staubkörnchen oder ähnliches. Ich möchte mal wissen, wie die das so gut und schnell hinkriegen...zu Hause sitzt man daran immer ewig und dann ist es trotzdem meist nicht perfekt.
Die schwierigste Aufgabe wer es dann billige SD-Karten zu finden. Ich habe an ziemlich vielen Ständen nach den Preisen gefragt und war erschüttert, dass die SD-Karten sogar teurer sind als in Deutschland! Die meisten haben sich nicht unter 450Bath handeln lassen, doch an einem Stand hatte ich Glück und habe eine für 350 Baht bekommen.



Nachdem ich nun meine Liste abgehandelt hatte, habe ich mir erst mal einen Kaffee und einen Donut bei Dunkin Donuts gekauft.
Vom MBK bin ich zur Hua Lumphong Trainstation gelaufen, wo ich mein Ticket nach Ayutthaya besorgen wollte. Leider verkaufen sie für diesen Zug keine Tickets im vor raus, aber zumindest hatte ich nun die genauen Zugverbindungen.



Nahe dem Bahnhof sollte der Wat Traimit liegen, welcher eine große Goldene Buddhastatue beherbergt. Doch irgendwie habe ich mich auf dem Weg dorthin verlaufen und bin ganz woanders rausgekommen.
Meine Mum hatte mir am Vorabend Geld auf mein zweites Bankkonto umgebucht, doch da sich herausstellte, dass auch dieses geblockt ist, musste ich nochmal Dollar in Bahn wechseln. Dann bin ich auf meinem Umweg noch am Hauptpostamt vorbeigekommen und habe einige Briefmarken gekauft, um weiter meine Liste mit zu schreibenden Postkarten abzuarbeiten.
Da ich falsch gelaufen bin, bin ich noch an einem weiteren Wat, namens Wat Muang Khae vorbeigekommen, welches ich mir von außen angesehen habe. Ich mag die thailändischen Tempel, denn sie sind so schön mit Gold und anderen glänzenden Materialien verziert und sehen so ziemlich edel aus.





Irgendwann habe ich dann doch den Wat Traimit gefunden. Zum Glück hatte ich heute eine blickdichte Strumpfhose und meine Strickjacke mit, denn man musste sich wieder bedecken.





Der Wat Traimit lag direkt vor dem Beginn von Chinatown. Durch das bin ich dann durchgelaufen und war erstaunt, wie groß es ist. Es gab die typischen chinesischen Apotheken mit eingelegten Tieren und getrockneten Medizinprodukten, außerdem chinesische Restaurants und weitere Shops.











Habe mir dann an einem Stand einen frisch gepressten Granatapfelsaft gekauft, das tat ziemlich gut bei der Hitze. Von Chinatown ging es zum Wat Ratchaburana und zur Königsstatue von Rama I..




Von dort bin ich zum Wat Pho gelaufen. In diesem Wat stehen zahlreiche toll verzierte, bunte glockenförmige Chedis und schön verzierte Tempelgebäude. Das Beste ist jedoch der extrem große liegende goldene Buddha. Er war der Hammer!













Da es schon zu spät für den Palace war, bin ich nur noch zur Giant Swing und dem Democracy Monument, um von dort aus auf die berühmte Khao San Road zukommen.



Als ich dort ankam war es noch hell und so bin ich ein bisschen an den Ständen vorbeigeschlendert. Überall konnte man bedruckte Shirts, Kleider und Souvenirs kaufen. Die Shirts hatten es mir etwas angetan und als ich an einem Stand auf 80 Baht runterhandeln konnte, habe ich zugeschlagen.





Als ich so rumgeguckt habe, kam auf einmal ein bekanntes Gesicht auf mich zu. Es war Max, ein Südafrikaner, der mit mir im Bus von Cambodia nach Bangkok gefahren ist. Er kannte sich schon etwas aus, da er seinen Trip von Bangkok gestartet hat. So hat er mir eine Straße nahe der Khao San gezeigt, in der zahlreiche Restaurants waren und wir haben zusammen gegessen und uns dabei für den nächsten Tag fürs Sightseeing verabredet.


Ich war extrem kaputt vom Tag, mir tat alles weh und mit mir war nicht mehr viel anzufangen. So sind wir dann nur noch auf die Dachterrasse seines Guesthouses auf der Khao San und haben ein Bier getrunken. Im Dunkeln erwacht die Khao San zum Leben, man sieht die Neonschilder, haufenweise Straßenstände und Menschen. Aber insgesamt habe ich mit diese berühmte Partymeile verrückter vorgestellt...vielleicht war es noch zu Früh.



Das Bier ist mir ganz schön in den Kopf gestiegen und ich habe es nicht mal ausgetrunken, weil es mir irgendwie nicht so gut ging. Am Anfang dachte ich noch, dass das von dem anstrengenden Tag kommt und einfach nur Erschöpfungszeichen sind, aber als ich mit dem Taxi das Apartment von Sara und Ab erreicht hatte, fing es an mir richtig schlecht zu gehen.
Ich hatte Fieber, Schüttelfrost, Durchfall und Bauchkrämpfe. Die Nacht war der reinste Horror.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen