Sonntag, 1. September 2013

Uyuni 01.09.2013

Um kurz nach 05.00Uhr, nach 12Stunden Fahrt, bin ich in Uyuni angekommen. Ich hatte keine Ahnung wo ich war, da Alles noch stockdunkel war und zum Glück war ein amerikanisches Pärchen da, die auch ein Hostel gesucht haben. Also haben wir zusammen ein Taxi zur kleinen Main Plaza genommen. Hätten wir gewusst, dass wir nur ein paar Blocks entfernt waren, wären wir gelaufen.
Was dann kam war unglaublich, das Backpackers Hostel hat uns gleich mal abgewiesen, die Damen eines anderen Hotels, welche wir rausgeklingelt haben, wollte das wir 80 Bolivianos noch für die restlichen Stunden bis zum normalen Check-in zahlen und andere Hotels haben gar nicht aufs Klingeln reagiert.
Wir waren dann schon echt verzweifelt, als beim Hotel Cactu eine Frau aufgemacht und nur 40 Bolivianos insgesamt verlangt hat, perfekt! Ich habe sogar ein Einzelzimmer bekommen und obwohl es super kalt war (-6Grad), war ich happy und froh schlafen zu können.
Gegen 09.30Uhr war ich aber super wach und wollte unbedingt meine Tour zu den Salar de Uyuni organisieren, damit das abgehakt ist.
Doch zuvor bin ich duschen und war überglücklich, dass es warmes Wasser gab! Ich hab auch das Zeug aus der Flasche vom Witch Market ausprobiert. Hab mich zwar etwas geekelt, war aber am Ende gar nicht so schlimm und ich konnte gleich merken, dass sich meine Haare danach anders angefühlt haben.
Als ich raus auf die Main Plaza getreten bin, hat die Sonne geschienen und es war schon etwas Betrieb. Ich bin dann zur benachbarten Tourcompany "Oasis" von denen ich vorher schon gute Reviews gelesen hatte und habe mich über die Tour informiert...3Tage/2 Nächte für 750 Bolivianos klang echt gut. Ich wollte mich aber noch ein bisschen umsehen. Ich habe zwar viele Werbeschilder für Tourcompanys gesehen, aber sie waren entweder geschlossen (Sonntag) oder haben überhaupt nicht einladend ausgesehen. Also hab ich dann doch bei Oasis gebucht und zum Glück haben sie Kreditkarten akzeptiert, denn bei keiner einzigen Bank in Uyuni konnte ich Geld abheben.
Ich habe dann auch gleich meinen Bus nach Potosi für nach der Tour gebucht und so war ich erst mal alle Sorgen los.
Es hat sich auch angeboten, dass im Oasis Shop Wifi war. Es war zwar super langsam und immer on & off, aber immerhin konnte ich einiges nachgucken und ein bisschen Kontakt halten.
Fast den ganzen Tag saß ich so auf der Main Plaza vor dem Shop und hab im Internet geguckt oder mich gesonnt.
Zwischendurch war ich auf dem Market Uyuni. Weil Sonntag war, waren super viele kleine Stände mit allem Möglichen Zeug aufgebaut, CDs, Klamotten, Küchenwaren, Essstände usw..
Ich habe mir dann bei den Frauen mit Backwaren 10 super frische Brötchen für 5 Bolivianos gekauft und dazu Käse und Thunfisch. Außerdem gab es für 1 Boliviano ein riesiges Stück Kuchen und abends noch Gelatina mit Crema, die nach Limone geschmeckt hat. Voll toll :)
Abends ist es dann wieder eiskalt geworden, so dass ich zeitig ins warme Bett bin.

Samstag, 31. August 2013

La Paz 31.08.2013

Verrückter Tag!
Ich bin pünktlich 07.30Uhr mit all meinen Sachen zum Frühstück. Als ich schon nach einer viertel Stunde fertig war, hab ich mich beeilt, um den 08.00Uhr Bus nach La Paz zu bekommen. Ich hatte mich entschieden einen Collectivo zu nehmen, da die Touristenbusse nur 13.30Uhr und 18.30Uhr fahren.
Also bin ich zu dem kleinen Platz und dort standen schon einige Busse bereit. Für nur 20 Bolivianos hab ich mein Ticket gekauft. Es war echt cool zwischen all den Bolivianern...hinter mir saß eine Frau mit traditioneller Kleidung und kleinem Lämmchen im Tuch, welches ich dann Streicheln durfte. Im Kofferraum befanden sich außerdem haufenweise Boxen mit Sardinen, zum Glück hat mein Gepäck danach nicht nach Fisch gerochen.
Die Fahrt an sich war auch ein Erlebnis, irgendwann mussten wir aussteigen und in ein kleines Boot, in dem wir dann den Titicacasee überquert haben. Der Bus wurde auf einer Art Floss, nur aus Holzblanken, rüber transportiert.
Dann ging es den Rest der vierstündigen Fahrt über Ackerpisten, welche überhaupt nicht befestigt waren.
Wir sind von hoch oben nach La Paz eingefahren und man hatte einen unglaublichen Blick auf die Stadt, welche sich dem ganzen Berg anschmiegt.
Der Collectivo hat sich dann langsam seinen Weg durch die chaotische Stadt gesucht und es hat eine ganze Weile gedauert bis wir dem Terminal de Bus erreicht haben.
Dort hab ich mir gleich ein Taxi rangerufen und mich zum Loki Hostel fahren lassen. Dort habe ich 10Minuten vor 13.00Uhr eingecheckt und konnte somit noch kostenlos frühstücken. Das Hostel war wieder echt schön, in einem alten Stadtgebäude mit Innenhof untergebracht und super sauber.
Gut, dass ich mich gleich am Tag meiner Ankunft um meine Weiterreise gekümmert habe, denn als ich meinen Bus nach Uyuni für nächste Nacht buchen wollte, hat sich herausgestellt, dass am nächsten Tag "Pedestrian Day" ist und ich somit erst in der Nacht des 02.09.2013 fahren könnte. Da mein Flug eh aus La Paz geht und ich somit sowieso noch einmal in der Stadt sein würde, wollte ich keine zwei ganzen Tage in La Paz verbringen.
Also habe ich mich spontan entschlossen noch am gleichen Abend wieder in den Bus zu steigen und gleich nach Uyuni zu fahren.
Ich hatte dann noch ca. zwei Stunden Zeit bis ich wieder zum Busterminal fahren musste. So bin ich etwas durch diese hektische Stadt gelaufen. Ich wollte zunächst auch noch etwas Geld holen und hatte wieder das gleiche Problem wie in Copacabana, ich musste bestimmt fünf verschiedene Banken probieren, bis meine Karte akzeptiert wurde und ich Geld bekommen habe. Nervenaufreibend!
Dann bin ich zur San Francisco Church und bin dort ein bisschen durch die Gassen geschlichen, bis ich auf dem Witch Market angekommen bin, wo in den Shops wiedermal Lamaföten, Kräutern und allerhand Anderes verkauft wurde. Seit dem Salkantay Trek habe ich bemerkt, dass ich super viele Haare verliere und meine Haare viel dünner geworden sind. Das hat nun solche Ausmaße angenommen, dass ich mir echt Sorgen mache. Ich hab einer Frau an einem der Witchmarket-Stände die Übersetzung für "Haarausfall" gezeigt und sie hat mir eine Flasche mit indem gelblichen Inhalt gegeben. Leider konnte ich nicht in Erfahrung bringen was da eigentlich drin ist, aber für nur 10 Bolivianos war sie gekauft. Kann ja kaum schlimmer werden ;)
Ich hab dann etwas weiter über den Markt geguckt und dann irgendwann bemerkt, dass meine Tasche nass war, oh nein, das unerkannte Zeug ist ausgelaufen! Es war super schleimig und der Geruch nicht zu beschreiben, nicht wirklich eklig, aber komisch :/
Ich habe dann versucht alles irgendwie zu reinigen, hab mich aber doch so vor dem Zeug geekelt, dass ich mir gleich erst mal eine neue kleine Tasche gekauft habe. Voll toll, braunes Leder mit super schönen kleinen Verzierungen, ich will die noch gar nicht wirklich benutzen, um sie nicht zu beschädigen!
Gegen 15.30Uhr war ich wieder im Hostel, hab mein Busticket bekommen und wieder ausgecheckt. Zu meinem Glück musste ich nicht einmal etwas bezahlen, obwohl ich eingecheckt hatte :)
Also bin ich dann 16.45Uhr mit dem Taxi wieder zum Busterminal und hab dann da bis 17.30Uhr auf meinen Bus warten müssen.
In dem Bus waren wieder hauptsächlich Locals und der Bus war dieses Mal eher schäbig. Neben mir saß eine kleine bolivianische Omi, die zum Glück nicht viel Platz weggenommen hat. Nur als wir geschlafen haben, ist sie immer mehr zu meiner Seite gekippt, was ein bisschen unangenehm war.
Ich konnte die Nacht nicht wirklich gut schlafen und hab erst mal genug vom Rumfahren!

Freitag, 30. August 2013

Copacabana 30.08.2013

Um 08.30Uhr ging das Boot zur Isla del Sol, also blieb noch etwas Zeit um zu frühstücken. Ich war positiv überrascht vom Frühstück, es gab ein kleines Buffet, und das für 6USD pro Nacht.
Am Bootsableger habe ich eine Brasilianerin namens Priscilla getroffen, die gestern schon in meinem Bus war. Wir haben uns nett unterhalten und sind dann sogar aufs gleiche Boot.
Die Bootsfahrt dauerte zwei Stunden, es war mir gar nicht so bewusst, dass die Insel so weit weg ist. Auf dem Boot war auch ein super nettes deutsches Pärchen, Christina und Andreas aus München.
Als wir endlich auf der Nordspitze der Isla del Sol angekommen waren, in Chollapampa, hab ich mich dann gleich auf den Weg zur Inkaruine Chincana gemacht. Der Weg dauerte 45Minuten und zunächst musste man am Museum ein Ticket kaufen. Ich war die allererste auf dem Weg und hab es echt genossen alleine rumzulaufen und die tollen Ausblicke zu genießen. Zuerst musste man sogar über einen Strand, der wunderschön war und den ich nie im Bolivien erwartet hätte.
Man ist dann durch kleine Dörfer gegangen und immer weiter bergauf zur Ruine.
Von der Ruine waren einige Steingebäude übrig, mit dem Blick auf den super blauen Titicacasee konnte man sich aber die Schönheit dieses Ortes vorstellen.
Ich bin dann noch etwas offroad über die Felsen geklettert und habe dort das deutsche Pärchen wiedergetroffen. Ich hatte Angst, dass ich sie störe, aber als es nicht den Eindruck gemacht hat, sind wir dann zusammen den ganzen Weg bis zum Süden der Insel gelaufen und wir haben uns echt super verstanden.
Der Weg führte mitten über die Insel und man hatte tolle Ausblicke!
An einigen Wegkontrollen musste man ein paar Bolivianos (9B=1€) für die Gemeinden zahlen. Dafür haben wir in den kleinen Dörfern auch tolle Fotos der Einheimischen schießen können.
Wir haben nur eine kurze Pause eingelegt und haben es gerade so bis zur Bootsanlegestelle im Süden geschafft, um das Boot um 15.30Uhr zu bekommen.
Da das Wetter immer noch super gut war, als wir kurz nach 17.00Uhr ankamen, haben wir uns am Hafen dann gleich in Eines der kleinen Restaurants gesetzt und ein Menü für 20 Bolivianos gegessen! So billig!
Ich hatte eine Spargelsuppe, dann Forelle mit Beilagen und als Nachspeise eine Banane mit Schokosoße. Wir haben uns dann auch noch ein paar Bier gegönnt, auf die mich Christina und Andreas netterweise eingeladen haben. Toller Tag!

Donnerstag, 29. August 2013

Puno + Copacabana 29.08.2013

Da mein Handy tot war, hatte ich keine Ahnung wie spät es war als ich aufgewacht bin. Draußen hat die Sonne geschienen und die vielen Vögel im Schilf haben gesungen.
Draußen auf dem Schilf lag Schnee, aber zum Glück war es nicht mehr so eisig.
Auf der Insel war es noch total ruhig und ich habe ein bisschen rumgeguckt. Dann sind langsam die Kinder der Insel rausgekommen und ich habe mit der kleinen Maria mit ihren Puppen gespielt und zugesehen, wie ihr Bruder Drachen steigen ließ.
Auf den anderen Inseln hat man langsam andere Leute gesehen, einige sind mit Booten rausgefahren.
Dann plötzlich kam ein Boot mit einigen Jungs an, die alle ihre Schuluniform anhatten. Sie haben mich dann nach einem Foto gefragt. Nach dem Frühstück sind die dann mit ihrem kleinen Motorboot zur Schule gefahren.
Die Kleinen hatten währenddessen Frühstück bekommen, Kartoffel und gebratenen Fisch. Krass, die kleine Maria hat sich den Fisch einfach so in den Mund gesteckt und daran rumgeknabbert, mit Gräten, Schwanz und Flossen usw. .
Irgendwann hat mich der Papa auch gefragt was ich trinken möchte und dann habe ich zu meinem Kaffee zwei Brötchen mit Spiegeleiern bekommen, super :)
Den restlichen Morgen habe ich weiter damit verbracht die Leute auf den Inseln zu beobachten und dann durfte ich sogar mit dem Papa und Maria rausfahren und ein Fischernetz auslegen, welches wir nach ca. 40Minuten wieder eingeholt haben. Und siehe da, wir haben eine ganze Schüssel kleiner Fische gefangen.
Maria war ganz stolz und hat ohne zu zögern die Fische in die Hand genommen und dran rumgepuhlt.
Gegen um 11.30Uhr kam auch das Touristenboot von der Company, die mich gestern auf die Insel gebracht hat.
Maria hat mir dann einen Beutel mit unseren gefangenen Fischen gebracht und nicht so richtig verstanden, dass ich die nicht haben wollte, die Arme mochte mich dann nicht mehr :(
Einer der Gäste war Künstler und hat ein Portrait von Maria gemalt, welches total gut aussah.
Ich war froh für die Erfahrung am Morgen auf der Insel, den die war ganz anders als diese touristische Tour, aber ich war dann auch froh, als wir gefahren sind.
Ich war gegen 13.00Uhr wieder am Busterminal und hatte noch eine ganze Stunde Zeit bis mein Bus zur Copacabana in Bolivien gehen sollte. Also habe ich meine letzten 20Soles in einem der Shops in Essen und Getränke investiert.
Leider habe ich, nachdem ich Alles bis auf den letzten Cent ausgegeben hatte, gemerkt, dass man eine Busterminalgebühr von einem Soles zahlen muss.
Da habe ich dann einen anderen Touristen angesprochen und zum Glück hat er mir 1 Soles gegeben!
Er saß dann auch noch ausgerechnet während der Busfahrt neben mir, was mir ja schon ein bisschen unangenehm war, so mit meinem riesigen Essensbeutel :/
Die Fahrt zur Copacabana dauerte 3,5Stunden und führte fast die ganze Zeit am Titicacasee entlang. Ich konnte sogar zweimal eine Gruppe Flamingos im See stehen sehen.
Kurz vor Copacabana kam die Grenze und es war wieder eher lächerlich. Keine wirkliche Kontrolle oder so, nur Stempel in Peru geholt und dann einen Einreisestempel in Bolivien, fertig!
Nach 8km waren wir dann in Copacabana. Da ich mein Handy nicht benutzen konnte, wusste ich auch nicht wo ich übernachten soll, aber zum Glück hat der Guide im Bus ein Hotel für 6USD angeboten. Also habe ich gleich im Hotel Mirador eingecheckt und war voll erstaunt einen Twin-Room mit Bad und Frühstück für den Preis bekommen zu haben!
Ich musste dann nur noch einmal los, da ich kein Geld hatte. Über einen Platz ging es eine Einkaufsstraße hoch, wo die erste ATM außer Funktion war und die zweite nach wiederholten Versuchen einfach meine Karten nicht akzeptieren wollte. Ich hatte schon wieder Panik, dass meine Karten gesperrt waren, aber zum Glück ging es bei einer anderen Deutschen nach mir auch nicht! Die haben mir dann gesagt, dass bei der Kathedrale ein anderer ATM ist, also bin ich dorthin gelaufen und puh, zum Glück ging es!
Also noch schnell bezahlt, Ticket zur Isla del Sol für den nächsten Morgen gebucht, Internet genutzt und dann ab ins Bett.

Mittwoch, 28. August 2013

Puno 28.08.2013

Um 08.00Uhr ist mein Bus nach Puno gefahren. Auf meiner Fahrkarte stand, dass die Fahrt nur 5,5Stunden dauern sollte. Am Ende haben wir aber deutlich länger gebraucht und ich war erst gegen 14.30Uhr dort. Die Fahrt war wiedermal echt schön, hoch in den Bergen ging es vorbei an kleineren Seen, bis wir dann kurz vor Puno auch den riesigen Titikakasee zu Gesicht bekamen. Der Titikakasee ist der größte Hochgebirgssee der Welt.
Als wir nach Puno rein gefahren sind, hat mir die Stadt gar nicht gefallen. Ich hatte schon gehört, dass sie nicht schön sein soll und war umso mehr froh, dass ich mich nicht für eine Nacht in der Stadt entschieden hatte.
Am Busbahnhof wurde ich dann auch gleich von einem Mädel mit meinem Namen auf dem Schild empfangen und in das Reisebüro gebracht, welches direkt im Terminal lag. Ich war froh, dass das mit dem Abholen so gut geklappt hat. Vor allem weil ich am Morgen noch eine eMail von meinem zuvor reservierten Homestay bekommen hatte, in der es hieß, dass sie mich doch von der Busstation abholen. Ich hatte dann geantwortet, dass ich etwas Anderes gebucht hatte.
Im Reisebüro sollte ich dann nur einen kleinen Rucksack für die Nacht packen und mir wurde erklärt, dass ich bis 16.00Uhr warten musste, bis die Nachmittags-Uros-Tour ging.
Als ich durchs Terminal gelaufen bin, kam auf einmal ein Typ auf mich zu und hatte auch ein Schild mit "Mirijam". Ich hab dann ganz erschrocken "Nein" gesagt, da ich ja wusste, dass es nur der andere Homestay sein konnte. Ich dachte damit hätte es sich, aber der Typ hat mich dann später auch im Reisebüro gefunden und dann ging das Theater los. Die wollten mich natürlich auch auf ihrer Insel haben, aber nun hatte ich ja den anderen Homestay gebucht und schon bezahlt. Irgendwann musste ich dann mit der Dame auf der Insel telefonieren und die hat dann ihren Fehler eingesehen und der Typ ist gegangen. Was für ein Stress., aber die können doch nicht einmal schreiben, dass es nicht geht und dann wenige Stunden vorher wieder das Gegenteil.
Ich wäre zwar lieber auf die andere Insel mitgefahren, da die auf Homestays spezialisiert sind, aber zu spät.
16.00Uhr wurde ich dann abgeholt und mit Anderen zum Hafen gefahren, wo wir auf ein kleines Boot sind. Leider haben sich dunkle Wolken über dem Titikakasee ausgebreitet und es sah sehr nach Regen aus.
Wir sind dann ca. 20Minuten raus auf den See gefahren, bis das Gebiet der Islas flotantes kam. 70 dieser Schilfinseln  lagen allesamt in der Bay of Puno. Die Inseln werden auf riesigen schwimmenden Wurzelplatten gebaut und dann mit Schilfrohren belegt. Die Schichten müssen immer wieder erneuert werden, da sie mit der Zeit verrotten. Die Menschen auf den Islas bauen ihre Hütten und auch Schiffe aus dem Schilf.
Wir haben dann zunächst auf einer Insel gehalten, die noch traditionelle Hütten hatte. Die Familie hat gesungen und dann konnten wir mit dem Schilfboot fahren (für mehr oder weniger freiwillige 10Soles). Danach sind die Frauen zu ihren Souvenirständen gestürzt.
Die zweite Insel war moderner und hatte ein Restaurant und Hütten aus Holz, welche nur mit Schilf verkleidet waren. Das war auch die Insel, auf der ich schlafen sollte.
Das Gänze war super touristisch und so richtig happy war ich nicht. Außerdem hatte es mittlerweile angefangen zu regnen und es war eiskalt.
Mir wurde dann mein Raum mit Matratzen und Decken gezeigt und dann hab ich mich zum Café gestellt und wusste nichts so richtig mit mir anzufangen. Als das Boot abgelegt hat, hab ich schon echt überlegt mit zurück nach Puno zufahren.
Ich bin doch geblieben und habe mir erst mal einen Kamillentee gegen die Kälte gekauft. Auf der Insel lebten vier Generationen, die jüngsten Kinder waren ein siebenjähriger Junge und ein zweijähriges Mädchen. Das kleine Mädchen hat mit einem toten Küken gespielt, als wäre es ein Kuscheltier. Was für eine andere Welt.
Die Familie hat sich nicht sonderlich um mich gekümmert und ich konnte mich ja auch nicht mit ihnen unterhalten, also bin ich dann ins Bett. Da wäre der andere Homestay auf jeden Fall besser gewesen...
Ich hab mich dann in mein Schlafsack gelegt und darüber bestimmt noch 6 Decken...und zum Glück war es in der Nacht dann angenehm warm! Da mein Handy keine Power mehr hatte, blieb mir nicht einmal die Möglichkeit meinen Blog zu schreiben und so habe ich total zeitig geschlafen.